Landesjugendensembles Niedersachsen

Lennart Möller

Jugendjazzorchester Niedersachsen „Wind Machine“

Über das Ensemble

1989 wurde das Jugendjazzorchester Niedersachsen (JON) vom Landesmusikrat als drittes der Landesjugendauswahlensembles Niedersachsens nach dem Jugendsinfonieorchester und dem Landesjugendchor gegründet. Es gab sich 1999 selber den Namen „Wind Machine“, um vor Allem bei Auslandstourneen noch besser anzukommen. So wurden bereits China, Russland, die USA, Frankreich, Dänemark, Polen und die Balkanstaaten besucht.

Von Beginn an und viele Jahre lang arbeitete es unter der bewährten Leitung des Dirigenten Bernhard Mergner, der das Primat des Pädagogischen gewährleistete und das Konzept eines ausführlichen zweitägigen Auswahlworkshops anstelle eines kurzen kompakten Probespiels vertrat und durchsetzte.

Das Orchester erarbeitet in intensiven Arbeitsphasen mit Sectiontraining, Tuttiproben und darauffolgenden Konzerten anspruchsvolle Werke der Bigband-Geschichte sowie Kompositionen der Moderne und der Gegenwart. Die Mitglieder zwischen 15 und 25 Jahren interpretieren Count Basies und Sammy Nesticos charmante Bienenkönigin „The Queen Bei“ genauso engagiert wie Thad Jones’ brüllendes „Groove Merchant“, Toshiko Akiyoshis Bassposaunen-Feature „I Ain’t Gonna Ask No More“, des Niedersachsen Niels Kleins feingliedriges „Sky Lift“ oder Jörg Achim Kellers wilde Bearbeitung von Cole Porters „Just One Of Those Things“. Die Band begeistert dabei mit weit gefächertem Programm, immenser Dynamik sowie natürlichem, unverstärktem und plastischem Sound.

„Wind Machine“ spielte ein halbes Dutzend CDs ein und tritt gelegentlich mit Gastkünstler:innen auf. Zu den Solist:innen zählten bisher Gitte Haenning, Charlie Mariano, Peter Weniger, Ack van Rooyen, die „Jazzkantine“ und die NDR Radiophilharmonie.

Aktuelles

Zu den letzten Jahren gehörten höchst disziplinierte Aktivitäten während der Covid-19-Pandemie und eine rein digitale Arbeitsphase mit internationaler Beteiligung. Neben Dirigent und Posaunendozent Uli Plettendorff waren professionelle Dozent:innen bei der Erarbeitung der komplexen Musikstücke am Start: Marcus Bartelt (Saxophon, Köln), Rémi Biet (Saxophon, Rouen/Frankreich), André Cimiotti (Saxophon, Köln), John Goldsby (Kontrabass, WDR Big Band, Köln), Thomas Hempel (Schlagzeug, Oldenburg), Niels Klein (Saxophon, Köln), Anja Ritterbusch (Gesang, Hannover), Malte Schiller (Saxophon, Berlin), Christian Schoenefeldt (Schlagzeug, Oldenburg), Michael Schuh (Trompete, Mainz), Andrey Turygin (Saxophon, Vladimir Tolkachev Orchestra, Nowosibirsk/Russland), Peter Weniger (Saxophon, Berlin), Jiggs Whigham (Posaune, Bad Godesberg).

Ein besonderes Highlight war 2023 die Einbindung von Erik van Lier, Bassposaunist und Ausbilder zahlreicher europäischer Bigband-Leiter:innen am Conservatorium van Amsterdam in Hilversum, als Dozent und Co-Dirigent. Dank des Aktionsprogramms „Startklar in die Zukunft“ des niedersächsischen Kultusministeriums konnte „Wind Machine“ 2022 und 2023 viele allgemein bildende Schulen in Niedersachsen zu Begegnungskonzerten und Workshops besuchen.

„Wind Machine“ war im Herbst 2021 im Gespann mit dem Jugendjazzorchester Nordrhein-Westfalen (JJO NRW) zu Gast bei der KKS Big Band Hannover, beim Jazzorchester „Body & Soul“ in Stadthagen, bei der Bigband der Angelaschule Osnabrück und bei der Bigband der Lübecker Hochschulen „Salt Peanuts“. Die jeweiligen regionalen Gastgeber legten sich angesichts der beiden Landesauswahlbigbands mächtig ins Zeug. So wurden alle vier Marathon-Abende – auch wegen der unterschiedlichen Charaktere der Ensembles – zu wahren Leckerbissen.

Im Jahr 2024 spielt das Jugendjazzorchester Niedersachsen „Wind Machine“ unter dem Motto „Highlights and Deeptones“. Unter der Leitung von Uli Plettendorff und Martin Classen erforscht es die breite Palette von Tönen, die der Jazz zu bieten hat, von hohen bis zu tiefen Klängen, und bringt dabei die ganze Vielfalt von Tempi und musikalischen Stimmungen zum Klingen.

Zur Vorbereitung auf ihre Aufführungen durchläuft die Bigband intensive Probenphasen, die sowohl Abschnittsübungen als auch Gesamtproben umfassen. Diese Phasen münden in Konzerten, in denen die Band ihr neu erarbeitetes Repertoire vorstellt. Dabei legt das Ensemble Wert auf einen natürlichen, unverstärkten Klang, der die Qualität und Authentizität der Musik hervorhebt. Besonders hervorgehoben werden Stücke aus der Geschichte der Bigband-Musik sowie moderne Kompositionen, einschließlich Werken niedersächsischer Komponisten.

Das Jahr 2024 ist auch ein besonderes Jahr für das Jugendjazzorchester Niedersachsen, da es sein 35-jähriges Bestehen feiert. Gegründet vom Landesmusikrat Niedersachsen e.V., hat es sich zu einer wichtigen Plattform für junge Talente entwickelt, die hier die Möglichkeit bekommen, ihre Fähigkeiten zu zeigen und auszubauen. 

Veranstaltungen

Sommer-Arbeitsphase 2024
28. Juli - 4. August
Landesmusikakademie Wolfenbüttel

Samstag, 3. August, 19:00 Uhr
Konzert PS-Speicher Einbeck
unter Beteiligung der
Mendelssohn-Musikschule Einbeck

Sonntag, 4. August, 16:00 Uhr
Konzert Kulturzentrum "musa" Göttingen


Mittwoch, 13. November, 19:00 Uhr
Konzert Libeskind-Auditorium der Leuphana-Universität Lüneburg

Donnerstag, 14. November, 19:00 Uhr
Konzert Jahnhalle Nordenham

Freitag, 15. November, 22:00 Uhr
Konzert Forum Alte Werft Papenburg
zum Auftakt des
11. Niedersächsischen Orchesterwettbewerbs

Sonntag, 28. Juli - Sonntag, 4. August Landesmusikakademie Niedersachsen Wolfenbüttel Konzert im PS-Speicher Einbeck Samstag, 3. August, 19:00 Uhr, unter Beteiligung der Mendelssohn-Musikschule Einbeck Konzert im Kulturzentrum "musa" Göttingen Sonntag, 4. August, 16:00 Uhr

Kontakt

Vor etwa 20 Jahren...

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Der Auswahlworkshop

Jedes Jahr im Januar lädt der Landesmusikrat Niedersachsen zum Auswahlworkshop ein – dort können sich junge Musikerinnen und Musiker für das Jugendjazzorchester Niedersachsen „Wind Machine“ bewerben.