Landesjugendensembles Niedersachsen

Herbstkonzert des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters / Emden

1968 als erstes deutsches Landesjugendorchester gegründet, begeistert das Niedersächsische Jugendsinfonieorchester (NJO) durch seine hohe Qualität und leidenschaftliches Musizieren. Im NJO spielen 75 musikalisch besonders begabte niedersächsische Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren als hochkarätiges Sinfonieorchester zusammen und konzertieren im ganzen Bundesland. Im Herbst 2026 spielt das NJO nach über sieben Jahren wieder in Emden. Auf dem Programm stehen Werke von Gustav Mahler und Antonín Dvořák.

Zwischen Spätromantik und Moderne steht Gustav Mahler, dessen Musik mit Emotionalität und Dramatik Jugendliche ganz besonders anspricht. Die „Totenfeier“ entstand als Tondichtung und wurde später der 2. Sinfonie vorangestellt. Der Komponist steht hier „am Grabe eines geliebten Menschen“ und stellt existenzielle Fragen: „Was bedeutet der Tod – gibt es Fortdauer?“ Die bezaubernden „Rückert-Lieder“ zeigen eine ganz andere Seite von Gustav Mahler, sie singen von Liebe und Natur, Entrückung und Schönheit. Heiter und leicht ist auch die zweite Konzerthälfte: Antonín Dvořáks 6. Sinfonie war bei der Uraufführung in Prag ein großer Erfolg und wurde als Ausdruck eines neuen tschechischen Nationalklangs gefeiert. Schwungvoll und tänzerisch, fließend und klangvoll findet Dvořák hier zu seinem markanten Personalstil.

Zu seinem Abschied aus Niedersachsen dirigiert der langjährige Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover erneut das NJO: Stephan Zilias gastiert als Operndirigent europaweit, etwa an der Vlaamse Opera in Antwerpen und Gent (wo er ab Herbst 2026 als Chefdirigent arbeitet), bei den Opernfestspielen in Savonlinna (Finnland), an der Deutschen Oper Berlin, der Oper Leipzig und dem Theater an der Wien. Mit der Mezzosopranistin Lotte Verstaen ist eine junge, hoch talentierte belgische Sängerin als Solistin zu erleben. Nach ihrer Ausbildung in Leuven, an der Königlichen Oper La Monnaie in Brüssel und im Opernstudio der Oper Köln singt die Mezzosopranistin inzwischen auf zahlreichen renommierten Bühnen und Konzertpodien der Benelux-Länder und in Frankreich, darunter die Opernhäuser in Liège, Antwerpen und Luxemburg, das Concertgebouw Amsterdam und das Théâtre des Champs-Élysées.

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